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Konstanzer Geschichte im Überblick

Schon die Römer hatten in Konstanz eine Befestigungsanlage errichtet. Vom 6. Jahrhundert bis 1821 war Konstanz Bischofssitz. Der wichtigste kirchliche Bau der Stadt war und ist das eindrucksvolle Münster. Im späten Mittelalter spielten die Produktion und der Handel mit Textilien eine wichtig Rolle für die Stadt. Es bestanden enge Handelsbeziehungen mit norditalienischen Städten. So wurde Konstanz im späten Mittelalter zu einer Stadt von internationaler Bedeutung. Vor allem das 1391 fertiggestellte Handels- und Lagerhaus „Konzil“ zeugt noch heute davon.

Von 1414 bis 1418 fand in Konstanz der 16. Kirchenkongress zur Wahl eines Papstes statt, auch Konzil genannt, wie das schon erwähnte Konstanzer-Konzilgebäude. 1415 wurde der tschechische Reformator Jan Hus in Konstanz verbrannt, 1417 dann Martin der V. zum neuen Papst gewählt. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts schwand die wirtschaftliche Bedeutung von Konstanz stark. Als Napoleon III. seine Jugend im Konstanzer Exil verbrachte, war die Stadt nur noch ein Provinzstädtchen mit cirka 4.500 Einwohnern (zu Konzilzeiten, im 15. Jahrhundert waren es schon ein Mal fürs Mittelalter beachtliche über 6000 gewesen)

Wandmalereien
Wandmalereien heute: Spuren des mittelalterlichen Konstanz

Die Konstanzer Altstadt wurde im zweiten Weltkrieg nicht zerstört (mehr hierzu). Die Grenze zur schweizerischen Nachbarstadt geht mitten durch die Stadt. Wohl aus diesem Grund gab es keine Luftangriffe auf Konstanz. So hat die Konstanzer Altstadt noch einiges von Ihrem historischen Charakter bewahrt. Insbesondere der Stadtteil Niederburg, mit seinen engen Gassen, besitzt noch einen gewissen spätmittelalterlichen Charme. Und die beiden Nachbarstädte Konstanz und Kreuzlingen waren bis 2006 durch einen Grenzzaun getrennt, der glücklicherweise inzwischen auch Geschichte ist.


Konstanz zur Konzilzeit: 3D-Animation des SWR