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Wie wurde die Mainau zur Blumeninsel?

Die Mainau ist weithin bekannt für ihre Blumenpracht, 1,2 Millionen Menschen besuchen sie jährlich. Doch wie wurde die Insel zum „El Dorado“ für Liebhaber von Tulpen, Orchideen, Rosen, Dahlien und anderen Blumen?

Graf Bernadotte

Die heutige Gestalt der Mainau ist eng verbunden mit dem Wirken von Graf Lennart Bernadotte. Und am Anfang stand die Liebe. Graf Bernadotte heiratete 1932 die bürgerliche Karin Nisswandt und war so nach schwedischem Recht nicht mehr thronfolgeberechtigt. Noch im gleichen Jahr machte Lennart Berndadotte die Mainau (die sich im Besitz des schwedischen Königshauses befand) zu seinem neuen Zuhause und Betätigungsfeld.

Der Mainau-Park

Das Schloss, in das er und seine Familie einzogen war 1746 fertiggestellt worden, vom Deutschen Orden. 1827 erwarb der wohlhabende ungarische Fürst Nikolaus III. Esterházy die Insel und brachte einige seltene Pflanzen dorthin.1853 kaufte Großherzog Friedrich I. von Baden die Mainau. Von seinen Reisen brachte er viele Bäume auf die Insel mit und schuf die Grundlage für die heutige Parklandschaft. Als Graf Lennart Berndadotte 1932 auf die Mainau kam, war die Insel verwildert. Graf Bernadotte fing bald an, die Mainau neu zu gestalten und machte sie der Öffentlichkeit zugänglich.

Schloß und Tulpen
Tulpenblüte, Schloß

Stiftung

Heute ist die Mainau als Blumeninsel im Bodensee eine weithin bekannte Touristenattraktion. Und das wird sie aller Voraussicht nach auch bleiben. 1974 brachten die Bernadottes die Insel in eine Stiftung ein, die u.a. zum Ziel hat, die heutige Mainau auch nachfolgenden Generationen zu erhalten, nämlich als historischen Park, Ausflugsziel und Kulturstätte. Es steht also nicht zu befürchten, dass ein superreicher Investor die Insel zu seiner neuen Sommerresidenz macht.