Konstanz-Magazin.de, Bodensee Konstanz-Magazin.de, zur Navigation

Bodensee-Steckbrief

Größe

273 Kilometer beträgt die Uferlänge des Bodensees, 173 Kilometer davon liegen in Deutschland, 72 Kilometer in der Schweiz und 28 Kilometer in der Schweiz. 535 km² beträgt die Wasserfläche des Sees. In Mitteleuropa sind nur der Plattensee (594 km²) sowie der Genfersee (582 km²) größer. Von Bodman-Ludwigshafen, über Konstanz bis nach Bregenz ist der See 63,5 Kilometer lang. Die Erdkrümmung bewirkt auf dieser Strecke eine Aufwölbung von rund 80 Metern. Deswegen sieht man beispielsweise von Konstanz aus Bregenz auch bei bester Alpensicht nicht. Nicht ganz zu unrecht wird der Bodensee auch als „Schwäbisches Meer“ bezeichnet.

Der Rhein

Der Rhein fließt durch den Bodensee. Nur 40 Kilometer südlich von Konstanz findet sich der größte Wasserfall Europas, gemessen am Wasserdurchfluss (der isländische Dettifoss-Wasserfall ist allerdings doppelt so hoch). Für den Bodensee hat diese natürliche Barriere den angenehmen Nebeneffekt, dass es es kaum Güterschiffsverkehr auf dem See gibt (mehr zum Rheinfall von Schaffhausen/Neuhausen).

Zwei Schwäne im See, vor den Hegaubergen
Untersee, Schwäne, Hegauberge

Entstehung

Der heutige Bodensee hat sich mit dem Ende der letzten Eiszeit vor ungefähr 15.000 Jahren herausgebildet. Ablagerungen haben die Wasserfläche des Sees seitdem um rund die Hälfte schrumpfen lassen. Auch heute noch verkleinert sich der See durch Ablagerungen, die der Rhein mitführt.

Wasserqualität

Für ungefähr vier Millionen Menschen liefert der Bodensee Trinkwasser (Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung). Und die Wasserqualität ist heute gut. Doch das war nicht immer so. In den 70er Jahren gab es Algenplagen. Überdüngung und ungeklärte Abwässer aus Industrie und Haushalten ließen den See fast umkippen. 1972 klassifizierte die Bundesregierung den Bodensee als „stark verschmutzt“. In den 70er Jahren wurden Kläranlagen gebaut und 1981 legte der Gesetzgeber Grenzwerte für Phosphate in Waschmitteln fest. Seit Anfang der 1980er Jahre hat sich die Wasserqualität kontinuierlich verbessert, das Problem der „Überdüngung“ des Sees ist inzwischen gelöst.

Klimawandel

Forscher der Universität Konstanz haben herausgefunden, dass das Tiefenwassers des Sees in den beiden warmen Wintern von 2006 /2007 sowie 2007/2008 schlecht mit Sauerstoff versorgt wurde. Wäre das heutige Klima mit der schlechten Wasserqualität der 1970er Jahre zusammengekommen, wäre der See wohl „umgekippt“. Weiterhin schwanken die Wasserstände stärker, Hoch- oder Niedrigwasser werden wahrscheinlicher. Und die Pflanzen- und Tierwelt wandelt sich (mehr zum Klima am Bodensee).