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Fasnachtsumfrage 2014:
"Gibt es einen Narrenspruch, den Sie besonders gerne haben?"

Bei dieser Frage gab es zwei ganz klare Favoriten mit je 10 Nennungen, den "Vögelebeck" und "Narro siebo". Andere Narrensprüche wurden maximal 2 mal genannt.


"Vögelebeck"

In de Hütlinschtroß am Eck,
do wohnt de Vögele Beck.
Der schtreckt de Arsch zum Fenschter raus,
me monnt es wär’ en Weck.
Es isch kon Weck, es isch kon Weck,
es isch de Arsch vum Vögele Beck.
Kummt e Mädle glaufe,
will des Weckle kaufe.
Es isch kon Weck, es isch kon Weck,
es isch de Arsch vum Vögele Beck.

"Narro Siebo"

Narro Narro siebo si - Siebo Narro sind es gsi.
Ho narro-Hond de Muettr d’Kiechle g’schtohle,
Gib mr au
Haberstrau, Suuuerkrut,
fill de Buebe d’Huut us
und de Mädle d’Määge
und de alte Wieber d’Pelzkrago!
Ho Narro!
Narro, narro Giegebooge.
Wa de seesch isch alls verlooge!
Narro, narro Lenzio!

Über den "Vögelebeck"-Narrenspruch: Diesen "Spottvers" gibt es nicht nur in Konstanz, sondern auch in anderen Orten, wo die Schwäbisch-Alemannische Fasnacht gefeiert wird. Allerdings ist es dort dann nicht der "Vögelebeck", sondern z.B. der "Schlegele-Bäck" (Radolfzell). Eben jeweils ein Bäcker, den es wohl einmal gegeben hat.

Über den "Narro-Siebo"-Spruch: Dieser Spruch beschreibt die Fasnacht. Sieben Narren stehlen Ihrer Mutter Fasnachtsküchle, es wird noch ein mal kräftig gegessen, bevor die Fastenzeit beginnt. Haberstrau/Haferstroh wurde zum verkleiden benutzt. Der Giegebooge/Geigenbogen spielt darauf an, dass noch ein Mal getanzt und gefeiert wird. Das "verlooge" soll wohl ausdrücken, dass Narren nicht immer die Wahrheit sprechen und mit Lenzio wird dann der Frühling gerufen. Mit der Fasnacht wird ja auch die Winterzeit vertrieben. Zumindest im Internet herrscht eine gewisse Unklarheit darüber, wie denn siebo si zu verstehen ist. Meist ist von sieben Söhnen die Rede. Si könnte aber auch für Schweine stehen.


Hemdglonkerumzug
Wandelbarer "Vögelebeck"-Spruch