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Geschichte der Konstanzer Fasnacht

Feiern vor dem Fasten

Im 13. Jahrhundert finden sich erste urkundliche Erwähnungen der Konstanzer Fasnacht. Der Ursprung der schwäbisch-alemannischen und der Konstanzer Fasnacht soll im bäuerlichen Brauchtum liegen. Aber schon im Mittelalter war die Konstanzer Fasnacht ein städtisches Fest, das die Zünfte pflegten, ähnlich, wie heute die Fasnachtsvereine. Die Menschen tanzten und verkleideten sich. Vor Beginn der Fastenzeit wurde noch ein Mal so richtig gefeiert.

Münsterhexenverbrennung
Historisches Ambiente:
Fasnachtsverbrennung im Pfalzgarten vor dem Münster.

Nur wenige Berichte

Es finden sich nur wenige frühe Berichte über die Konstanzer Fasnacht. Und dies obwohl Konstanz im Mittelalter eine bedeutende internationale Handelsstadt war und sogar das 16. Kirchenkonzil ausrichtete. Die Fasnacht, das waren gewöhnliche Bräuche, die die Chronisten nur selten erwähnenswert fanden.

Fasnachtsverbote

Verbote einzelner Fasnachtsbräuche werden in der Zeit des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Niedergangs der Stadt ab der Mitte des 15. Jahrhunderts und im 16. Jahrhundert erwähnt. Im 18. und 19. Jahrhundert gab es viele Maskenbälle, für das Jahr 1776 wird von einem Fasnachtsumzug berichtet. Polizeiverordnungen um 1800 belegen, dass verkleidete Kinder auf den Straßen feierten. Ein erster Bericht über den Hemdglonker-Umzug datiert aus dem Jahr 1882, es spricht aber vieles dafür, dass dieser Brauch sehr viel älter ist.

Konstanzer Fasnacht: Lange Tradition

Die Konstanzer Fasnacht hat eine sehr lange Tradition. Aber es lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, wie alt einzelne Bräuche sind. Die ältesten, heute noch existierenden Konstanzer Fasnachtsvereine wurden 1880 (die Elefanten), 1884 (Niederburg) bzw. 1886 (Kamelia-Paradies) gegründet. Dies sind auch die ältesten Jubiläen, die regelmäßig begangen werden.

Konstanzer Fasnacht: Offen gegenüber Neuen und Neuem

In einer Umfrage der Universität Konstanz im Jahr 2005 gaben 75 Prozent der befragten Konstanzer an, bei der Fasnacht mitzumachen. Und nur 14 Prozent bezeichneten sich als Gegner der Fasnacht. Dies mag zunächst erstaunen, da in den vergangenen Jahrzehnten sehr viele Menschen neu nach Konstanz gezogen sind. Offenbar machen auch nicht-Urkonstanzer gerne bei der hiesigen bunten Jahreszeit mit. Und die Konstanzer Fasnacht ist neuen Einflüssen gegenüber vergleichsweise offen (Siehe auch die Artikel: "Tradition der neuen Masken" und Wandel der Konstanzer Fasnacht).